Pollenflug heute in Deutschland
Aktuelle Pollenbelastung für Ihre Region. Bleiben Sie informiert und planen Sie Ihren Tag.
Stand: Samstag, 20. Juni 2026
Erhöhte Pollenbelastung
Aktuell 2 Pollenarten mit hoher Belastung in Ihrer Region.
Hasel
Keine
Erle
Keine
Birke
Keine
Esche
Keine
Gräser
Hoch
Roggen
Hoch
Beifuß
Keine
Ambrosia
Keine
Pollenkalender 2025
| Pollenart | Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Hasel | ||||||||||||
| Erle | ||||||||||||
| Birke | ||||||||||||
| Esche | ||||||||||||
| Gräser | ||||||||||||
| Roggen | ||||||||||||
| Beifuß | ||||||||||||
| Ambrosia |
Tipps bei starkem Pollenflug
🏠 Zu Hause
- • Lüften Sie bei geringem Pollenflug (früh morgens oder nach Regen)
- • Nutzen Sie Pollenschutzgitter an Fenstern
- • Wechseln Sie die Kleidung beim Nachhausekommen
- • Waschen Sie Haare vor dem Schlafengehen
🌳 Unterwegs
- • Tragen Sie eine Sonnenbrille gegen Pollen in den Augen
- • Meiden Sie Wiesen und Parks bei starkem Pollenflug
- • Fahren Sie mit geschlossenen Fenstern Auto
- • Planen Sie Outdoor-Aktivitäten nach Regenperioden
Bei starken Symptomen?
Wenn Antihistaminika nicht mehr helfen oder Sie Atembeschwerden haben, kann eine ärztliche Beratung sinnvoll sein.
Zur ärztlichen BeratungWas ist Pollenflug und wie wird er gemessen?
Pollenflug bezeichnet die Verbreitung von Blütenpollen durch die Luft — ein natürlicher Prozess, bei dem Pflanzen ihren männlichen Erbanteil zur Befruchtung freisetzen. In Deutschland erleben jährlich rund 12 Millionen Menschen allergische Reaktionen auf diese Pollen, was Heuschnupfen (Pollinose) zur häufigsten allergischen Erkrankung des Landes macht.
Die Messung erfolgt durch ein Netzwerk von Pollenfallen, die von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) und dem Deutschen Wetterdienst (DWD) betrieben werden. Eine Hirst-Pollenfalle saugt 10 Liter Luft pro Minute an; ein klebriger Trägerstreifen fängt die Pollen ein, die anschließend mikroskopisch identifiziert und gezählt werden. Das Ergebnis wird als Pollen pro Kubikmeter Luft (Pollen/m³) angegeben.
Wichtige Faktoren für die Pollenkonzentration sind Wetter (warm, trocken, windig fördert; Regen wäscht aus), Tageszeit (Höchstwerte morgens 5-10 Uhr und nach Sonnenuntergang), Geographie (Stadt vs. Land, Höhenlage) und Pflanzenart. Birkenpollen können bis zu 200 km weit fliegen — selbst wenn keine Birke in der Nähe steht, kann die Konzentration hoch sein.
Pollensaison in Deutschland: Wann fliegen welche Pollen?
Die Pollensaison in Deutschland beginnt durch den Klimawandel immer früher. Die ersten Frühblüher sind Hasel und Erle, die bereits ab Januar bis März fliegen. Birke folgt von März bis Mai mit den höchsten Allergenität-Werten überhaupt — etwa 70 % aller Heuschnupfen-Patienten reagieren auf Birkenpollen. Gräser dominieren von Mai bis August und sind das zweithäufigste Allergen.
Beifuß und Spitzwegerich (Juli-September) sowie der eingewanderte Beifuß-Ambrosie (August-Oktober) verlängern die Saison. Ambrosie ist besonders aggressiv: Schon 5 Pollen/m³ können bei Sensibilisierten Symptome auslösen. Roggen-, Hafer- und Maispollen ergänzen das Bild als landwirtschaftliche Quelle.
Eine wichtige Beobachtung der letzten 30 Jahre: Die Pollensaison hat sich um durchschnittlich 20 Tage verlängert (Ende März bis Ende September statt April bis August), und die Pollenkonzentrationen haben um 30-40 % zugenommen — eine direkte Folge des Klimawandels. Studien des Helmholtz-Zentrums München (2020) bestätigen den Trend für Mitteleuropa.
Heuschnupfen-Symptome erkennen
Klassische Heuschnupfen-Symptome (allergische Rhinokonjunktivitis) sind Niesreiz, laufende Nase, juckende oder verstopfte Nasennebenhöhlen, juckende und tränende Augen, sowie Halskratzen. Die Symptome treten innerhalb von Minuten nach Pollenkontakt auf und können bis zu mehreren Stunden anhalten. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur Erkältung: Heuschnupfen erzeugt klares, wässriges Sekret und kein Fieber.
Bei rund 30-40 % der Pollenallergiker entwickelt sich ein „Etagenwechsel": Die Allergie steigt von der Nase in die Bronchien und führt zu allergischem Asthma — mit Husten, Atemnot und Engegefühl. Frühzeitige Behandlung kann diesen Wechsel oft verhindern. Ebenfalls häufig: Kreuzallergien zu Nahrungsmitteln (z. B. Birke + Apfel/Haselnuss/Kirsche bei 50-90 % der Birkenallergiker).
Schwere Symptome sind: Atemnot, anhaltender Husten, Schwellungen im Mundraum nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel, Schlafstörungen durch Symptome, oder anhaltende Müdigkeit. In diesen Fällen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen — eine korrekte Diagnose erfordert oft einen Pricktest, eine spezifische IgE-Bestimmung im Blut und eine Anamnese.
Was tun bei Pollenflug? Praktische Maßnahmen
Vermeidungsstrategien bei akutem Pollenflug: In Stadtgebieten morgens lüften (5-8 Uhr), auf dem Land abends (19-24 Uhr) — die Pollenkonzentration ist tageszeitlich entgegengesetzt. Pollenfilter im Auto und Pollenschutzgitter am Schlafzimmerfenster reduzieren die Belastung um 30-50 %. Haare vor dem Schlafengehen waschen, weil sich Pollen darin festsetzen. Wäsche nicht im Freien trocknen während der Hauptpollenzeit.
Medikamentöse Akut-Behandlung: Antihistaminika der zweiten Generation (Cetirizin, Loratadin, Bilastin, Fexofenadin) sind die First-Line-Therapie. Sie wirken innerhalb 30-60 Minuten und sind nicht müdemachend. Cortison-Nasensprays (z. B. Mometason, Fluticason) helfen bei verstopfter Nase und sind die wirksamsten Medikamente bei stark verstopfter Nase — Wirkungseintritt aber erst nach 1-3 Tagen, daher rechtzeitig vor Saisonbeginn starten.
Langfristige Therapie — die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung): Über 3 Jahre wird der Körper schrittweise an das Allergen gewöhnt — entweder als Spritze beim Arzt (subkutan, SCIT) oder als Tablette/Tropfen unter die Zunge (sublingual, SLIT). Erfolgsrate 70-90 %, oft langfristige oder dauerhafte Symptomfreiheit. Beste Ergebnisse bei Beginn früh in der Erkrankung und für isolierte Allergene wie Birke oder Gräser.
Wann zum Arzt — und wie kann docto24 helfen?
Eine ärztliche Beratung ist sinnvoll bei: stark beeinträchtigender Symptomatik trotz freiverkäuflicher Medikamente, Atemnot oder pfeifender Atmung (Hinweis auf allergisches Asthma), neuen Lebensmittel-Reaktionen (Kreuzallergien), Schlafstörungen durch Symptome, oder wenn Sie eine spezifische Immuntherapie erwägen. Eine professionelle Allergie-Diagnostik ist die Grundlage jeder gezielten Therapie.
Bei docto24 können Sie sich unkompliziert online zu Heuschnupfen beraten lassen. Unsere approbierten Ärzte stellen je nach Bedarf Rezepte für verschreibungspflichtige Antihistaminika, Cortison-Nasensprays oder Kombi-Präparate aus. Die Behandlung erfolgt diskret per Online-Anfrage — innerhalb von 24 Stunden bekommen Sie eine ärztliche Einschätzung.
Häufige Fragen zum Pollenflug
Hinweis: Die Pollenflug-Vorhersage dient der Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starken allergischen Reaktionen wenden Sie sich bitte an einen Arzt.
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