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    Cannabis Therapie

    Cannabis bei Morbus Crohn

    Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) und Cannabis – vielversprechende Forschung zur Entzündungskontrolle.

    Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die den gesamten Verdauungstrakt betreffen kann. Standardtherapien wie Biologika, Immunsuppressiva und Kortikosteroide wirken nicht bei allen Patienten ausreichend. Cannabis wird als ergänzende Therapie untersucht, da das Endocannabinoid-System eine wichtige Rolle bei der Regulation der Darmentzündung spielt.

    Typische Symptome

    • Chronische Bauchschmerzen, oft im rechten Unterbauch
    • Durchfälle (teils blutig)
    • Gewichtsverlust und Mangelernährung
    • Fatigue und eingeschränkte Belastbarkeit
    • Fisteln und Abszesse
    • Extraintestinale Manifestationen (Gelenke, Haut, Augen)

    Wie Cannabis bei Morbus Crohn wirken kann

    Entzündungshemmung

    CBD und THC hemmen pro-inflammatorische Zytokine (TNF-alpha, IL-6) und können die Darmentzündung modulieren.

    Symptomkontrolle

    Cannabis kann Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Durchfall lindern und so die Lebensqualität verbessern.

    Steroid-Spareffekt

    Es gibt Hinweise, dass Cannabis die benötigte Kortikosteroid-Dosis reduzieren kann.

    Aktuelle Studien zeigen Symptomverbesserung, aber keine gesicherte Reduktion der endoskopisch messbaren Entzündung. Cannabis ergänzt, ersetzt aber nicht die Standardtherapie.

    Studien & Evidenz

    1

    Cannabis for Crohn's Disease: Randomized Controlled Trial

    Gastroenterology
    2021

    65 % klinische Remission in der Cannabisgruppe vs. 35 % Placebo. Endoskopische Remission nicht signifikant.

    Risiken & Nebenwirkungen

    • Symptombesserung ohne objektive Entzündungsreduktion möglich (Maskierung)
    • Appetitveränderungen (meist Steigerung, kann bei Mangelernährung positiv sein)
    • Wechselwirkungen mit Immunsuppressiva

    Geeignete Produktformen

    CBD-betonte Sorten

    Für Entzündungshemmung und Grundtherapie

    THC-betonte Sorten

    Bei Appetitlosigkeit und Schmerzen

    Orale Einnahme bevorzugt

    Inhalation kann bei CED die Lungenschleimhaut reizen

    Häufig gestellte Fragen

    Ärztliche Beratung erforderlich

    Ob Cannabis-Therapie bei Morbus Crohn in Frage kommt, muss individuell durch einen Arzt geprüft werden.

    Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

    Medizinischer Hinweis

    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden. Die Entscheidung über eine Cannabis-Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.