Cannabis bei Reizdarm
Reizdarmsyndrom (IBS) und das Endocannabinoid-System – neue Therapieansätze für funktionelle Darmbeschwerden.
Das Reizdarmsyndrom (IBS) betrifft etwa 10–15 % der Bevölkerung und äußert sich durch Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Das Endocannabinoid-System spielt eine zentrale Rolle in der Regulation der Darmmotilität und Viszeralsensitivität, weshalb Cannabis als Therapieoption untersucht wird.
Typische Symptome
- Wiederkehrende Bauchschmerzen und Krämpfe
- Blähungen und Völlegefühl
- Durchfall (IBS-D) oder Verstopfung (IBS-C) oder Wechsel (IBS-M)
- Stressbedingte Symptomverschlechterung
- Übelkeit und eingeschränkte Nahrungsaufnahme
Wie Cannabis bei Reizdarm wirken kann
Viszerale Schmerzlinderung
Cannabinoide reduzieren die viszerale Überempfindlichkeit (Darm-Hirn-Achse), die beim Reizdarmsyndrom eine zentrale Rolle spielt.
Darmmotilität
THC kann die Darmmotilität verlangsamen, was bei IBS-D (Durchfall-Typ) hilfreich sein kann. Bei IBS-C (Verstopfung) ist die Anwendung differenzierter.
Stressreduktion
Da Stress ein Hauptauslöser für Reizdarm-Symptome ist, kann die anxiolytische Wirkung von CBD indirekt die Darmsymptomatik verbessern.
Cannabis kann bei IBS-D (Durchfall-Typ) die Motilität verlangsamen. Bei IBS-C (Verstopfung-Typ) kann dies kontraproduktiv sein. Der Arzt wählt die Therapie anhand des IBS-Subtyps.
Studien & Evidenz
Cannabinoids and Gastrointestinal Motility
CB1-Rezeptoren im Darm regulieren die Motilität; THC verlangsamt die Transitzeit.
Risiken & Nebenwirkungen
- Verstopfung bei IBS-C als Nebenwirkung von THC
- Appetitveränderungen
- Mundtrockenheit kann Ernährung beeinflussen
Geeignete Produktformen
CBD-Öl
Für Grundtherapie, entzündungshemmend und stresslindernd
THC niedrig dosiert
Bei IBS-D zur Motilitätsregulation
Häufig gestellte Fragen
Ärztliche Beratung erforderlich
Ob Cannabis-Therapie bei Reizdarm in Frage kommt, muss individuell durch einen Arzt geprüft werden.
Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Medizinischer Hinweis
Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden. Die Entscheidung über eine Cannabis-Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.
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