Cannabis bei Rheuma
Rheumatische Erkrankungen und medizinisches Cannabis – Entzündungshemmung und Schmerzlinderung.
Rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis oder Spondylitis ankylosans betreffen Millionen Menschen in Deutschland. Wenn Basistherapeutika (MTX, Biologika) und NSAR nicht ausreichen, kann medizinisches Cannabis als ergänzende Schmerztherapie in Betracht gezogen werden.
Typische Symptome
- Gelenkschmerzen und -schwellungen
- Morgensteifigkeit (> 30 Minuten)
- Funktionseinschränkung im Alltag
- Chronische Fatigue
- Schlafstörungen durch Schmerzen
Wie Cannabis bei Rheuma wirken kann
Entzündungshemmung
CBD wirkt über CB2-Rezeptoren entzündungshemmend. In Tiermodellen konnte CBD die Gelenkentzündung bei Arthritis signifikant reduzieren.
Schmerzlinderung
THC und CBD wirken synergistisch analgetisch und können den NSAR-Bedarf reduzieren, was das gastrointestinale Nebenwirkungsrisiko senkt.
Schlaf und Funktion
Verbesserte Nachtruhe durch Cannabis kann die Morgensteifigkeit reduzieren und die Tagesfunktion verbessern.
Cannabis ersetzt keine rheumatologische Basistherapie (DMARDs). Es kann die symptomatische Behandlung ergänzen.
Studien & Evidenz
Nabiximols in Rheumatoid Arthritis Pain
Signifikante Verbesserung von Schmerz in Ruhe und Bewegung sowie Schlafqualität.
Risiken & Nebenwirkungen
- Wechselwirkungen mit Immunsuppressiva theoretisch möglich
- Immunmodulatorische Effekte von Cannabis sind komplex
- Müdigkeit als Nebenwirkung
Geeignete Produktformen
CBD-Öl
Für tägliche entzündungshemmende Basistherapie
Balancierte Sorten
THC:CBD 1:1 für Schmerz und Entzündung
Topicals
Lokale Anwendung bei einzelnen Gelenken (apothekenpflichtig)
Häufig gestellte Fragen
Ärztliche Beratung erforderlich
Ob Cannabis-Therapie bei Rheuma in Frage kommt, muss individuell durch einen Arzt geprüft werden.
Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Medizinischer Hinweis
Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden. Die Entscheidung über eine Cannabis-Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.
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