Ist Cannabis-Therapie das Richtige für Sie? Selbstcheck & Entscheidungshilfe
In 3 Minuten einschätzen, ob eine ärztliche Cannabis-Beratung für Sie sinnvoll ist.
🔍(keine Diagnose)(keine Diagnose)
1. Haben Sie eine Erkrankung, bei der Cannabis eingesetzt werden kann (z.B. chronische Schmerzen, Schlafstörungen, MS)?
2. Haben andere Behandlungen bei Ihnen bisher nicht ausreichend gewirkt oder wurden nicht vertragen?
3. Haben Sie eine Vorgeschichte von Psychosen, Schizophrenie oder unbehandelter bipolarer Störung?
Diese Einschätzung ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Kurz erklärt: Medizinisches Cannabis in Deutschland
Seit 2017 können Ärzte in Deutschland medizinisches Cannabis für Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen verschreiben, wenn andere Therapien nicht ausreichend wirksam waren oder unzumutbare Nebenwirkungen hatten.
Hauptwirkstoffe sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Sie wirken über das körpereigene Endocannabinoid-System und können bei Schmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit, Spastiken und weiteren Indikationen eingesetzt werden. Der Arzt entscheidet individuell über die Eignung.
Seit 2024 (Cannabis-Gesetz / CanG) ist der Zugang zu medizinischem Cannabis erleichtert worden. Telemedizinische Erstberatungen sind möglich. Die Kostenübernahme durch die GKV ist antragsbasiert.
Häufige Ursachen
Chronische Schmerzen
- •Neuropathische Schmerzen (z.B. Polyneuropathie)
- •Tumorschmerzen
- •Chronischer Rückenschmerz
Neurologische Erkrankungen
- •Multiple Sklerose (Spastik)
- •Migräne (therapieresistent)
- •PTBS und Angststörungen
Schlaf & Psyche
- •Chronische Schlafstörungen (Insomnie)
- •Depressionen (ergänzend)
- •ADHS (bei Erwachsenen)
Weitere Indikationen
- •Übelkeit bei Chemotherapie
- •Appetitstörungen (z.B. bei AIDS, Tumor)
- •Endometriose, Reizdarm
Ursachen überschneiden sich häufig. Eine genaue Einordnung erfordert eine ärztliche Anamnese.
Wählen Sie alle Aussagen aus, die auf Sie zutreffen.
Wählen Sie alle Aussagen aus, die auf Sie zutreffen.
Diese Checkliste ersetzt keine ärztliche Diagnose. Sie dient nur zur Orientierung.
Telemedizin vs. Praxis
Telemedizin sinnvoll, wenn...
- Bekannte Diagnose mit unzureichend behandelten Symptomen
- Vorherige Behandlungen dokumentiert (Arztbriefe/Befunde vorhanden)
- Keine psychiatrischen Kontraindikationen
- Keine aktive Suchtproblematik
- Stabile Allgemeinsituation, keine akuten Krisen
- Bereitschaft zu regelmäßigen Verlaufskontrollen
Vor Ort besser, wenn...
- Erstmalige psychiatrische Erkrankung oder ungeklärte Diagnose
- Verdacht auf schwere kardiovaskuläre Erkrankung
- Aktive Psychose oder manische Episode
- Aktive Suchterkrankung oder Entzug
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Behandlungswege
Ärztliche Eignungsprüfung
Ausführliche Anamnese zu Diagnosen, bisherigen Therapien und Kontraindikationen.
Cannabisblüten (Verdampfer)
Für schnelle, gut steuerbare Wirkung bei akuten Beschwerden wie Schmerz oder Schlafstörung.
Cannabisextrakt / Dronabinol
Orale Einnahme mit längerer, aber verzögerter Wirkung. Gut für Dauertherapie bei chronischen Beschwerden.
Verlaufskontrolle & Anpassung
Regelmäßige Rücksprache zur Dosisanpassung, Wirksamkeitsprüfung und Antragstellung bei der Krankenkasse.
Keine der genannten Optionen stellt eine Empfehlung dar.
Was erwartet mich?
Woche 1–2
Einleitung mit niedrigster Dosis. Erste Einschätzung der Verträglichkeit.
Woche 3–8
Schrittweise Dosissteigerung bis zur individuell wirksamen Dosis (Start low, go slow).
Ab Monat 3
Stabile Dauertherapie. Kostenübernahmeantrag bei der GKV. Regelmäßige ärztliche Verlaufskontrollen.
Wichtig: Diese Zeitangaben sind Richtwerte und können je nach Einzelfall variieren.
Bei folgenden Symptomen sollten Sie nicht abwarten, sondern zeitnah ärztliche Hilfe aufsuchen:
Bei folgenden Symptomen sollten Sie nicht abwarten, sondern zeitnah ärztliche Hilfe aufsuchen:
- •Symptome einer Psychose oder manischen Episode
- •Stark erhöhter Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen
- •Akuter Suchtdrang oder Entzugssymptome anderer Substanzen
- •Schwangerschaft oder Stillzeit
- •Starke Angst oder Panikattacken nach der ersten Einnahme
- •Starke Bewusstseinstrübung oder Verwirrtheit
Im Zweifel immer ärztlich abklären lassen. Diese Seite ersetzt keine Notfallversorgung.
Ablauf bei Docto24
Online-Fragebogen
Detaillierte Fragen zu Ihrer Erkrankung, bisherigen Therapien und möglichen Kontraindikationen.
Ärztliche Prüfung
Ein Arzt prüft Ihre Eignung für medizinisches Cannabis und berät Sie zu geeigneten Produkten.
Rezept & Apotheke
Bei positiver Prüfung erhalten Sie ein Betäubungsmittelrezept (BtM) für Ihre Apotheke.
GKV-Antrag & Verlauf
Unterstützung beim Kostenübernahmeantrag und regelmäßige Verlaufskontrollen.
Häufige Fragen
Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden. Gemäß § 53 ÄrzteG.
Bei lebensbedrohlichen Zuständen wählen Sie den Notruf 144 (Rettung) oder 112 (Euronotruf).
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