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    ICD-10 Diagnose-Code Erklärer

    Verstehen Sie Ihre Diagnose in einfacher Sprache. Geben Sie Ihren ICD-10 Code ein und erfahren Sie, was er bedeutet.

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    Medizinisch geprüft am 06.03.2026 vom Docto24-Ärzteteam

    ICD-10 Code suchen

    Häufig gesucht:

    Was ist ICD-10? Geschichte und Bedeutung der Klassifikation

    ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems" — die internationale Klassifikation der Krankheiten. Sie wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben und ist seit 1893 das weltweite Standardsystem zur Verschlüsselung medizinischer Diagnosen. Die aktuelle Version ICD-10 wurde 1992 veröffentlicht und in Deutschland 2000 verbindlich eingeführt.

    Die deutsche Modifikation heißt ICD-10-GM (German Modification) und wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) jährlich aktualisiert. Sie umfasst rund 16.000 Codes in 22 Kapiteln. Jeder Arzt in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, jede Diagnose mit einem ICD-10-GM-Code zu dokumentieren — sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung.

    Wozu dient das System? Statistik (z. B. Sterblichkeitsdaten weltweit vergleichbar), Abrechnung (Krankenkassen erstatten nach Diagnoseschlüssel), Forschung, Qualitätssicherung. Auch der internationale Datenaustausch ist nur möglich, weil alle Länder das gleiche System nutzen. Die Nachfolger-Version ICD-11 wurde 2022 von der WHO verabschiedet, in Deutschland aber noch nicht eingeführt.

    Aufbau des ICD-10-Codes verstehen

    Ein ICD-10-Code besteht aus einem Buchstaben + Zahlen (z. B. „J06.9"). Der Buchstabe markiert das Kapitel: A-B Infektionen, C-D Tumoren, E Endokrine Krankheiten/Stoffwechsel, F Psychische Störungen, G Nervensystem, H Augen/Ohren, I Kreislauf, J Atemwege, K Verdauung, L Haut, M Muskel-Skelett, N Urogenital, O Schwangerschaft, P Perinatale Periode, Q Fehlbildungen, R Symptome, S-T Verletzungen, V-Y Äußere Ursachen, Z Faktoren mit Einfluss auf Gesundheitszustand.

    Beispiel J06.9: „J" = Atemwege; „06" = Akute Infektionen der oberen Atemwege; „.9" = nicht näher bezeichnet. Sehr häufige Diagnose, oft als „Erkältung" verschlüsselt. Andere häufige Codes: M54.5 (Kreuzschmerz, Lumbago), F32.9 (Depressive Episode), K59.0 (Verstopfung), J45.9 (Asthma, nicht näher bezeichnet), G43.9 (Migräne).

    Die Endung „.9" bedeutet meist „nicht näher bezeichnet" — wird verwendet, wenn keine genauere Differenzierung dokumentiert ist. „.0" bis „.8" sind spezifischere Unterformen. „!" am Ende eines Codes (z. B. R57.2!) markiert einen Sekundärcode, der nur ergänzend zu einem Primärcode verwendet wird.

    Wozu Patienten ICD-10-Codes brauchen

    Auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU): seit 2023 elektronisch (eAU), aber Patienten erhalten weiterhin einen Ausdruck mit ICD-10-Code für ihre Unterlagen. Auf Rezepten und Befundberichten: jeder Befund wird verschlüsselt. Krankenkassen senden Diagnoseschlüssel in Mitteilungen über Leistungen oder Krankengeld. Versicherungen (BU, PKV) verlangen oft die Kenntnis der ICD-10-Codes bei der Antragstellung oder Leistungsabrechnung.

    Wichtig: Ein ICD-10-Code im Arztbrief oder auf der AU bedeutet nicht zwangsläufig eine endgültige Diagnose. „V.a." (Verdacht auf), „A.A." (anamnestisch angegeben) oder „Z.n." (Zustand nach) qualifizieren den Code. Bei Unsicherheit fragen Sie Ihre Ärztin nach: „Was bedeutet dieser Code für mich konkret?" — Sie haben ein gesetzliches Anrecht auf eine verständliche Erklärung Ihrer Diagnosen.

    Wissenswertes über ICD-10

    Was ist ICD-10?

    ICD-10 steht für "International Classification of Diseases" in der 10. Revision. Es ist das weltweit anerkannte System zur Klassifikation von Krankheiten.

    In Deutschland wird die ICD-10-GM (German Modification) verwendet, die speziell für das deutsche Gesundheitswesen angepasst ist.

    Wo finde ich meinen ICD-10 Code?

    Ihr ICD-10 Code findet sich auf:

    • Ihrer Krankmeldung (AU-Bescheinigung)
    • Arztbriefen und Befunden
    • Krankenhausentlassungsbriefen
    • Rezepten (bei bestimmten Verordnungen)

    Was bedeuten die Zusatzkennzeichen?

    • G
      Gesicherte Diagnose
    • V
      Verdachtsdiagnose
    • A
      Ausschlussdiagnose
    • Z
      Symptomloser Zustand nach der Erkrankung

    Aufbau eines ICD-10 Codes

    Beispiel:

    J06.9

    • J = Kapitel (Atmungssystem)
    • 06 = Krankheitsgruppe (Atemwegsinfekte)
    • .9 = Spezifizierung (nicht näher bezeichnet)

    Hinweis: Die angezeigten Werte dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson.