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    PHQ-9 Depressions-Selbsttest

    Schätzen Sie Ihre depressiven Symptome mit dem international anerkannten 9-Fragen-Test ein. Vertraulich, kostenlos, sofort ausgewertet.

    ✓ WHO-Standards✓ WHO-Standards✓ WHO-Standards
    Medizinisch geprüft am 06.03.2026 vom Docto24-Ärzteteam

    Wie haben Sie sich in den letzten 2 Wochen gefühlt?

    Bitte beantworten Sie ehrlich, wie oft Sie in den vergangenen 14 Tagen folgende Beschwerden hatten.

    0 / 9 Fragen beantwortet

    Hinweis: Die angezeigten Werte dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson.

    Was ist der PHQ-9 — und wofür wird er eingesetzt?

    Der Patient Health Questionnaire 9 (PHQ-9) ist das weltweit am häufigsten verwendete Screening-Instrument für Depression. Entwickelt 2001 von Robert Spitzer und Kurt Kroenke an der Columbia University, wurde er als praxistaugliche Kurzfassung des längeren PRIME-MD-Fragebogens konzipiert. Die 9 Fragen entsprechen exakt den 9 Hauptkriterien einer Major-Depression nach dem amerikanischen Diagnose-Klassifikationssystem DSM-5.

    In Deutschland ist der PHQ-9 in der Hausarzt-Versorgung Standard und wird von der DGPPN-S3-Leitlinie zur Behandlung der unipolaren Depression als Screening-Tool empfohlen. Krankenhäuser, Therapie-Praxen und Online-Programme nutzen ihn zur Verlaufskontrolle. Die wissenschaftliche Validität ist hoch: Sensitivität 88 % und Spezifität 88 % bei einem Cutoff von ≥10 — das heißt, 9 von 10 echten Depressionen werden erkannt.

    Wichtig zu verstehen: Der PHQ-9 ist KEIN Diagnose-Werkzeug. Eine echte Depressions-Diagnose darf nur eine Ärztin oder Psychotherapeutin nach klinischem Interview und Ausschluss organischer Ursachen (Schilddrüsenstörungen, Vitaminmangel, Medikamentennebenwirkungen) stellen. Der PHQ-9 zeigt aber zuverlässig, ob weitere ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

    Depression — eine häufige, behandelbare Erkrankung

    Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Die WHO schätzt, dass etwa 280 Millionen Menschen weltweit betroffen sind — etwa 5 % der erwachsenen Bevölkerung. In Deutschland erkranken pro Jahr ca. 5,3 Millionen Erwachsene an einer Depression; die Lebenszeitprävalenz liegt bei 17-20 %. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

    Typische Symptome (mindestens 2 Wochen vorhanden, mehrere gleichzeitig): gedrückte Stimmung, Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Appetitveränderungen, Konzentrationsprobleme, Schuldgefühle, körperliche Beschwerden ohne Befund (z. B. Rückenschmerzen). Schwere Depressionen können mit Suizidgedanken einhergehen — diese sind ein medizinischer Notfall und müssen sofort behandelt werden.

    Die gute Nachricht: Depression ist sehr gut behandelbar. Bei leichter Depression hilft oft Psychotherapie alleine (kognitive Verhaltenstherapie ist Erste Wahl). Bei mittlerer und schwerer Depression ist die Kombination aus Psychotherapie + Antidepressiva am wirksamsten. Studien zeigen Remissionsraten von 60-80 % nach adäquater Behandlung. Wichtig: Antidepressiva wirken erst nach 2-4 Wochen — Geduld nötig.

    Hilfe finden — Wege in die Behandlung

    Erster Anlaufpunkt: Hausärztin oder Hausarzt. Sie können Erst-Diagnostik machen, körperliche Ursachen ausschließen, Medikamente verschreiben und an Spezialisten überweisen. Bei moderater oder schwerer Symptomatik: psychiatrische Fachärztin oder approbierte psychologische Psychotherapeutin. Wartezeiten für Therapieplätze sind in Deutschland leider lang (3-6 Monate) — frühzeitig auf die Warteliste!

    Schnelle Hilfe in Krise: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (24h, kostenlos, anonym). Krisendienst der Stadt (in vielen Bundesländern erreichbar). Nummer gegen Kummer für Jugendliche: 116 111. Bei akuter Suizidgefahr: 112 oder direkt in eine psychiatrische Notaufnahme. Online-Programme nach DiGA (auf Rezept): z. B. deprexis, moodgym, HelloBetter — von Krankenkasse erstattet.

    Online-Beratung bei docto24

    docto24 unterstützt Sie bei psychischen Erkrankungen mit ärztlicher Beratung und Folgerezepten. Wir können Sie zu Antidepressiva-Therapien beraten und Folgerezepte für bestehende Behandlungen ausstellen. Eine erstmalige Depression-Diagnose erfordert in Deutschland persönlichen Arzt-Kontakt — bei akuter Symptomatik vermitteln wir Ihnen kompetente nächste Schritte.

    Häufige Fragen zum PHQ-9

    Quellen & wissenschaftliche Grundlagen

    Die hier eingesetzten Berechnungen folgen den genannten Leitlinien. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung.