Pregabalin
Pregabalin ist ein Wirkstoff zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, Epilepsie und generalisierten Angststörungen. Es bindet an spannungsabhängige Calciumkanäle und reduziert die Freisetzung von Neurotransmittern.
Anwendungsgebiete
- Neuropathische Schmerzen
- Generalisierte Angststörung
- Epilepsie (Zusatztherapie)
- Fibromyalgie
Wirkung
Pregabalin bindet an die Alpha-2-Delta-Untereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle im zentralen Nervensystem. Dies reduziert die Freisetzung von erregenden Neurotransmittern wie Glutamat, Noradrenalin und Substanz P. Trotz struktureller Ähnlichkeit mit GABA bindet Pregabalin nicht an GABA-Rezeptoren. Die anxiolytische Wirkung tritt innerhalb einer Woche ein.
Dosierung
Neuropathische Schmerzen: Beginn mit 150 mg/Tag (2-3 Dosen), Steigerung auf 300-600 mg/Tag. Angststörung: Beginn mit 150 mg/Tag, Steigerung auf 300-600 mg/Tag. Epilepsie: 150-600 mg/Tag als Zusatztherapie. Die Dosis muss bei eingeschränkter Nierenfunktion reduziert werden. Absetzen nur langsam über mindestens 1 Woche.
Nebenwirkungen
Häufig: Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Gewichtszunahme, verschwommenes Sehen. Gelegentlich: Euphorie, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen, Ödeme. Selten: Abhängigkeit (insbesondere bei Suchtvorgeschichte), Entzugssymptome bei abruptem Absetzen. Pregabalin unterliegt in Deutschland der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV).
Erfahrungen
Pregabalin wird bei neuropathischen Schmerzen und Angststörungen als gut wirksam bewertet. Die Gewichtszunahme und Schläfrigkeit werden als häufigste Gründe für einen Therapieabbruch genannt. Das Abhängigkeitspotenzial wird zunehmend diskutiert, weshalb Pregabalin seit 2024 dem BtM-Recht unterliegt.
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