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    Psychiatrie/Psychosomatik

    Burnout-Syndrom – Ursachen, Diagnose & Therapie

    Medizinisch geprüft

    Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung durch chronische Überlastung. Frühzeitiges Erkennen und professionelle Unterstützung sind entscheidend für den Genesungsverlauf.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    Psychiatrie / Psychosomatik

    Häufigkeit

    Ca. 4–7 % der Erwerbstätigen

    ICD-10

    Z73.0

    Hauptauslöser

    Chronische Arbeitsüberlastung

    Behandelbar

    Ja, multimodaler Ansatz

    Erstdiagnostik

    Hausarzt / Psychiater

    Was ist ein Burnout-Syndrom?

    Burnout ist ein Zustand chronischer Erschöpfung, der durch langanhaltende berufliche oder private Überlastung entsteht. Die WHO klassifiziert Burnout als Faktor, der den Gesundheitszustand beeinflusst.

    Definition

    Burnout beschreibt emotionale Erschöpfung, Depersonalisation (Distanzierung) und reduzierte Leistungsfähigkeit als Folge chronischen Stresses.

    Abgrenzung zur Depression

    Burnout und Depression überlappen sich, sind aber nicht identisch. Eine ärztliche Differenzialdiagnose ist wichtig, da die Behandlung sich unterscheiden kann.

    Verlauf

    Burnout entwickelt sich schleichend über Monate bis Jahre. Ohne Intervention kann sich der Zustand verschlechtern und in eine Depression übergehen.

    Ursachen im Überblick

    Burnout entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen.

    Arbeitsbelastung

    Dauerhafte Überforderung, hoher Zeitdruck, geringe Autonomie und fehlende Wertschätzung am Arbeitsplatz.

    Persönlichkeitsfaktoren

    Perfektionismus, hoher Idealismus, Schwierigkeiten beim Nein-Sagen und ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung.

    Mangelnde Erholung

    Fehlende Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben, unzureichender Schlaf und fehlende Regenerationsphasen.

    Wann zum Arzt?

    • Burnout kann in eine manifeste Depression übergehen – frühzeitige ärztliche Abklärung ist wichtig.
    • Suizidgedanken erfordern sofortige professionelle Hilfe (Telefonseelsorge: 0800 111 0 111).
    • Setzen Sie keine Medikamente eigenmächtig ab und nehmen Sie keine Aufputschmittel zur Leistungssteigerung.
    • Bei anhaltender Erschöpfung trotz Urlaub sollte ein Arzt organische Ursachen ausschließen.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 16.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

    Weiterführende Seiten

    Ärztliche Beratung

    Lassen Sie sich individuell beraten. Unsere Ärzte helfen Ihnen, die passende Behandlung für Burnout-Syndrom zu finden.

    Zur ärztlichen Beratung

    Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

    Medizinischer Hinweis

    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.