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    Dermatologie

    Neurodermitis (Atopisches Ekzem) – Ursachen, Diagnose & Therapie

    Medizinisch geprüft

    Neurodermitis ist eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Die Erkrankung verläuft in Schüben und ist nicht ansteckend. Moderne Therapien können die Lebensqualität deutlich verbessern.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    Dermatologie / Allergologie

    Häufigkeit

    Ca. 15 % der Kinder, 2–5 % der Erwachsenen

    ICD-10

    L20

    Verlauf

    Chronisch-rezidivierend (Schübe)

    Behandelbar

    Ja, symptomatisch gut kontrollierbar

    Erstdiagnostik

    Hautarzt / Allergologe

    Was ist Neurodermitis?

    Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz, trockener Haut und Ekzemen einhergeht. Sie gehört zum atopischen Formenkreis zusammen mit Asthma und Heuschnupfen.

    Definition

    Eine genetisch bedingte Hautbarrierestörung führt zu Hauttrockenheit und erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Reizstoffen und Allergenen.

    Schubweise Verläufe

    Phasen mit akuten Ekzemen (Schübe) wechseln mit symptomärmeren Intervallen. Verschiedene Trigger können Schübe auslösen.

    Nicht ansteckend

    Neurodermitis ist nicht übertragbar. Die Erkrankung hat genetische und immunologische Ursachen.

    Ursachen im Überblick

    Neurodermitis entsteht durch das Zusammenspiel von genetischen, immunologischen und Umweltfaktoren.

    Hautbarrierestörung

    Mutationen im Filaggrin-Gen führen zu einer geschwächten Hautbarriere. Feuchtigkeit geht verloren, Reizstoffe dringen leichter ein.

    Überaktives Immunsystem

    Eine Fehlregulation des Immunsystems (Th2-Dominanz) führt zu überschießenden Entzündungsreaktionen in der Haut.

    Triggerfaktoren

    Allergene (Hausstaubmilben, Pollen), Textilien, Schweiß, Stress, Infekte und Klimafaktoren können Schübe auslösen.

    Wann zum Arzt?

    • Starker Juckreiz kann den Schlaf und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – ärztliche Hilfe ist sinnvoll.
    • Kortisonhaltige Cremes nur nach ärztlicher Verordnung und Anweisung anwenden.
    • Bei infizierten Ekzemen (Eiter, Krustenbildung, Fieber) zeitnah den Arzt aufsuchen.
    • Wundermittel und ungeprüfte Alternativtherapien können die Haut zusätzlich reizen.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 16.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

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    Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

    Medizinischer Hinweis

    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.