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    Gynäkologie

    Scheidenpilz – Ursachen, Diagnose & Therapie

    Medizinisch geprüft

    Scheidenpilz (Vaginalmykose) ist eine der häufigsten gynäkologischen Beschwerden. Juckreiz, Brennen und veränderter Ausfluss sind typische Anzeichen. Eine gezielte Behandlung verschafft schnelle Linderung.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    Gynäkologie

    Häufigkeit

    Ca. 75 % aller Frauen mindestens einmal

    ICD-10

    B37.3

    Häufigster Erreger

    Candida albicans

    Behandelbar

    Ja, gut therapierbar

    Erstdiagnostik

    Gynäkologe / Hausarzt

    Was ist Scheidenpilz?

    Scheidenpilz (vulvovaginale Candidose) ist eine Pilzinfektion der Scheide und des äußeren Genitalbereichs. Candida-Hefen gehören zur normalen Scheidenflora – erst bei einer Übervermehrung kommt es zu Beschwerden.

    Akute Vaginalmykose

    Einmalige oder seltene Episode mit typischen Beschwerden. Tritt bei den meisten Frauen mindestens einmal im Leben auf.

    Chronisch-rezidivierend

    Ab vier oder mehr Episoden pro Jahr. Betrifft ca. 5-8 % der Frauen und erfordert eine angepasste Langzeittherapie.

    Komplizierte Mykose

    Schwere Verläufe, Infektion durch Nicht-albicans-Spezies oder bei Immunsuppression erfordern eine spezielle Abklärung.

    Behandlungsmöglichkeiten

    Die Therapie erfolgt in der Regel lokal oder systemisch mit Antimykotika. Der Arzt wählt die geeignete Behandlung.

    Lokale Antimykotika

    Clotrimazol-Vaginalzäpfchen und -Creme sind die Standardtherapie bei unkompliziertem Scheidenpilz.

    Orale Antimykotika

    Fluconazol als Einmaldosis ist eine Alternative. Bei Rezidiven kann eine Erhaltungstherapie verordnet werden.

    Begleitende Maßnahmen

    Milchsäurepräparate zur Wiederherstellung der Vaginalflora können die Therapie unterstützen.

    Wann zum Arzt?

    • Selbstbehandlung nur bei sicher erkanntem Scheidenpilz. Bei erstmaligem Auftreten, ungewöhnlichen Symptomen oder Schwangerschaft zum Arzt.
    • Nicht jeder vaginale Juckreiz ist Scheidenpilz – bakterielle Vaginose und andere Infektionen haben ähnliche Symptome.
    • Partner müssen in der Regel nicht mitbehandelt werden, es sei denn, sie zeigen ebenfalls Symptome.
    • Antibiotika können Scheidenpilz begünstigen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Prophylaxe.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 16.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

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    Ärztliche Beratung

    Lassen Sie sich individuell beraten. Unsere Ärzte helfen Ihnen, die passende Behandlung für Scheidenpilz (Vaginalmykose) zu finden.

    Zur ärztlichen Beratung

    Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

    Medizinischer Hinweis

    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.